Weltweit sind mehr als die Hälfte der insgesamt 20 Millionen Flüchtlinge Kinder (laut letzten Angaben von UNHCR (2014)). Europa erlebt nur einen kleinen Teil von Zwangsvertriebenen, dennoch sind die Zahlen hoch: 600.000 Menschen versuchten dieses Jahr sicher über Griechenland nach Europa zu kommen. Auf der gefährlichen Reise nach Zentral- und Nordeuropa verloren rund 3.000 Menschen ihr Leben, viele von ihnen werden noch vermisst. In Spielfeld an der österreichisch-slowenischen Grenze warten derzeit geschätzte 3.800 Flüchtlinge auf den Weitertransport.
Die ‘Flüchtlingskrise’ zwingt Europa sich seinen Stärken bewusst zu werden; die Menschenrechte und die europäischen Werte in Bezug auf den Schutz gefährdeter Menschen zu wahren und mit politischem Willen Hassreden und rassistischen Attacken entgegenzutreten.
Die Medien sind zentral für die Meinungsbildung, sie liefern Informationen und vertreten diverse Stimmen und Positionen. Sie spielen auch eine wichtige Rolle in der Konfrontation mit sozialem Wandel, indem sie öffentliche Debatten schaffen und fördern sowie demokratische Werte wahren. Erfüllen die Medien diese ihre Rolle in Zeiten der ‚Flüchtlingskrise‘, und wenn ja, wie?
Die Pflicht des Journalismus ist es, verschiedene Perspektiven und Erfahrungen aus erster Hand zu präsentieren, um als positive Kraft in Zeiten von Unsicherheit und Turbulenz zu agieren. Entscheidend für diesen Prozess ist der Ort der redaktionellen Entscheidung über die Herangehensweise und die Berichterstattung über die Krise. Wie kann der Journalismus Hassreden entgegenwirken?
Wir laden Sie herzlich zu unserem Runden Tisch ein, wo wir versuchen Antworten zu finden, Beispiele von positiven Veränderungen zu bieten und die Mosaikstückchen der Realität zusammenzusetzen.
Panel:
– Mag. Joanna Bostock, Chefredakteurin Reality Check FM4, ORF
– Prof. Gabor Halmai, Professor für Verfassungsrecht und Grundrechte, Eötvös Loránd Universität Budapest, Senior Visiting Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) Wien.
– Tawanda Kanhema, MA, Al Jazeera, AJ+ Produzent, hauptverantwortlich für digitale Inhalte, San Francisco
– Mag. Olivera Stajic-Fidler, Chefredakteurin DaStandard, Der Standard.at
– Dr. Birgit Wolf, InterEuropean Human Aid Association e.V., Lektorin für Kommunikation, Donau- Universität Krems
Moderation: Univ.- Prof. Dr. Katharine Sarikakis
- Dezember 2015
19:00
Hörsaal 1, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Währingerstraße 29, 1090 Wien
Ansprechpartnerin: Dr. Olga Kolokytha olga.kolokytha@univie.ac.at
Die Veranstaltung wird organisiert von, Media Governance and Industries Research Lab, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Universität Wien
http://mediagovernance.univie.ac.at/events/refugees-media-and-international-law/
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